Landtagskandidat Wübbel besucht die Samtgemeinde Bersenbrück

Der aus Fürstenau stammende frisch normierte SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel hat auf seiner Tour durch den Wahlkreis die Samtgemeinde Bersenbrück besucht. Im Gespräch mit Samtgemeindebürgermeister Horst Baier kamen viele aktuelle Themen zur Sprache, angefangen von der Bildung über die ärztliche Versorgung bis hin zur Situation der landwirtschaftlichen Betriebe und den Auswirkungen der Energiewende auf die Region.

Themen aus der Region besprachen SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel und Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier im Bersenbrücker Rathaus.
Themen aus der Region besprachen SPD-Landtagskandidat Matthias Wübbel und Samtgemeindebürgermeister Dr. Horst Baier im Bersenbrücker Rathaus.

 

Wübbel zeigte sich angetan von den umfangreichen Investitionen in die Bildungslandschaft der Samtgemeinde Bersenbrück. Als Vater von drei Kindern will er sich in Hannover insbesondere für eine gute Lehrerausstattung und bessere Rahmenbedingungen für die Inklusion einsetzen. DHier besteht laut Wübbel noch viel Verbesserungspotential. Die Befreiung von den Gebühren für Kindertagesstätten ist für Wübbel ein Zeichen für bessere Chancengleichheit und muss vom Land umgesetzt werden. Die Kommunen vor Ort können dies jedoch finanziell nicht alleine schultern. Die Übernahme der Elternbeiträge ist die eine Sache,  Folgeinvestitionen in die notwendige Infrarstruktur in den Kommenen eine andere. Vor dem Hintergund, dass es viele weitere Fachkräfte braucht, da der Bedarf an Kitaeinrichtungen steigen wird, ist der Ansatz der Landesregierung, die Kitabeitragsfreiheit stufenweise einzuführen, sicherlich ein vernünftiger Weg.  
 
Baier und Wübbel waren sich einig über die Bedeutung des Krankenhauses in Ankum für die Gesundheitsversorgung in der Region. Beide wollen Druck in Hannover machen, damit die beantragten Investitionsmittel für Ankum bewilligt werden. Laut Baier ist hier der Schulterschluss mit allen Kräften der Region erforderlich. "Beim Krankenhaus Bramsche hat sich gezeigt, wie man erfolgreich agieren kann für die Sicherung des Standortes", findet er.  Baier sieht aber auch den Landkreis in der Pflicht, da dort die Verantwortung für die medizinische Versorgung liegt. "Nachbarlandkreise leisten Investitionszuschüsse an Krankenhäuser aus eigenen Mitteln und setzen damit ein wichtiges Zeichen", führt Baier aus. 

Beim Thema Windparks und Stromleitungen will Wübbel die Belastungen für die Region möglichst gering halten. Er will sich für Erdverkabelung einsetzen, wohlwisend, dass jeder Bürger seinen Beitrag für den 2011 beschlossenen Atomausstieg leisten müsse. Der Bedarf und die Technik verändern sich rasant wie z.B. bei der Speichertechnologie und es macht keinen Sinn, Planungen auf der Basis veralteter Erkenntnisse umzusetzen. Baier verweist nochmal darauf, dass die Trassenplanung von der letzten CDU-FDP-Bundesregierung beschlossen wurde und das Land gesetzlich zur Umsetzung gezwungen ist.  
 
Wübbel und Baier sind sich auch einig über die Bedeutung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region, die im Moment insbesondere durch die Politik des grünen Landwirtschaftsministers sehr unter Druck sind. Wübbel sieht die Gefahr, dass die Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere  kleinen Betrieben sehr schadet und den Strukturwandel in der Landwirtschaft erheblich beschleunigt. Mit einer überstürtzten Agrarwende unterstützen die Grünen die Tendenz zu  agrarwirtschaftlichen Industrieunternehmen, die so niemand haben will.

Unsäglich ist jedoch die Negativkampagne gegen Landwirte als Umweltverschmutzer und Tierqüaler. “Die landwirtschaftlichen Betriebe haben ein hohes Verantwortungsbewusstsein und eine hohe Qualität in der Tierhaltung, die  gibt es so kaum in einem anderen Land", findet Wübbel. Positiv finden Baier und Wübbel die von der Landesregierung gestaltete Förderung von ländlichen Regionen. "Es sind noch nie soviel EU- und Landesmittel in die Region geflossen wie im Moment. Insbesondere der Erhalt der dörflichen Strukturen ist der Landesregierung ein großes Anliegen", stellt Baier fest. 

 

 

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