Gutachter soll Unterlagen zur 380kV-Leitung prüfen

Die Samtgemeinde Bersenbrück und die Gemeinde Ankum haben gemeinsam ein Planungsbüro beauftragt, um Argumente gegen die geplante Trassenführung durch die Samtgemeinde Bersenbrück und hier schwerpunktmäßig die Gemeinde Ankum zu entwickeln. Der Auftrag ist an die OECOS GmbH in Hamburg vergeben worden.

„OECOS berät seit Herbst 2015 auch den Landkreis Cloppenburg hinsichtlich der Planung für die Trasse Conneforde-Cloppenburg-Merzen und kann sich daher schnell einarbeiten“, begründet Samtgemeindebürgermeister Horst Baier die Auswahl des Büros. Beauftragt wurde die methodische Prüfung des Erläuterungsberichts, der Raumverträglichkeitsstudie, der Trassenverläufe und der Engstellensteckbriefe im Raum der Samtgemeinde Bersenbrück. Das Büro wird auch die Umweltverträglichkeitsstudie, die Natura2000-Vorprüfung und den Artenschutzbeitrag unter die Lupe nehmen. Der Bürgermeister der Gemeinde Ankum, Detert Brummer-Bange, ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, kritische Punkte und Fragen zu melden, um sie dem Gutachter vorlegen zu können.

Derzeit läuft das Raumordnungsverfahren unter der Federführung des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Bis Ende 2017 können Kommunen, Fachbehörden, Verbände und auch betroffene Bürger ihre Stellungnahmen abgeben. Die Einwände werden dann vom Amt für regionale Landesentwicklung geprüft und abgewogen.

„Je qualifizierter und methodisch fundierter die Einwendungen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit den Trassenverlauf beeinflussen zu können“, führt Baier aus. Für Brummer-Bange steht die Suche nach Argumenten im Vordergrund, dass zumindest eine Erdverkabelung in den kritischen Bereichen östlich von Ankum zum Tragen kommt. „Die Gemeinde Ankum ist in ihrer räumlichen Entwicklung durch die geplante Trassenführung massiv eingeschränkt. Nach erster Durchsicht sind schon einige Fehler in den Unterlagen erkennbar“, macht Brummer-Bange seiner Verärgerung Luft. Er kündigt auch an, den politischen Druck auf die Landes- und Bundesebene im Sinne einer Erdverkabelung zu erhöhen.

Die Gemeinden und Bürgerinitiativen, die von den Trassen betroffen sind, haben sich in einer Sitzung bei der Samtgemeinde Bersenbrück darauf geeinigt, die Stellungnahmen zu den Unterlagen des Raumordnungsverfahrens gegenseitig abzustimmen. Der Landkreis Osnabrück prüft im Hause ebenfalls die Unterlagen auf methodische Fehler und hat eine Rechtsanwaltskanzlei zur Unterstützung beauftragt.“

 

 

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Pressemitteilung der Samtgemeinde Bersenbrück

 

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Samtgemeinde Bersenbrück