So geschehen und gut getan am Schützensonntag in Ankum

Am frühen Morgen, kaum dass die erste Schützenfestnacht verrauscht und mancher Schütze in die Wärme eines Bettes entschwunden ist, also schon gegen 11 Uhr in der halbnächtlichen Frühe des Sonntags, sammelt sich das Musikkorps der Schützen aus Hartlage-Lulle am Ratshausplatz, vor der „Alten Post“. Erweckend und bunt ist das Musikprogramm. Altbekannte Märsche sind zu vernehmen, moderne Klänge nicht minder. Bunt in gleicher Weise stellt sich bald ein Trubel ein, zur 14. Stunde, nahe der St. Nikolauskirche, unterhalb des mächtig dastehenden Turms, welcher der höchste seiner Bauart sein mag in den Dörfern unseres Landes.

Schuetzenparade Schuetzenfest Ankum 2016

Hunderte des gemeinen Volkes scharren sich nun am Rand jenes Wegs, den der große Umzug nehmen wird, weil er es so schon immer tat soweit das Erinnern reichen will. Auch Schützenbrüder säumen diesen Weg, geziemt gekleidet der Ankunft ihres Königs harrend. Vorab ein Gebet und ein kirchlicher Segen, ein Schütze zuckt gar erschrocken zurück vor dem kühlen Nass. 

Nicht zur verkündeten Zeit, wie es sich auch kaum für eine Majestät gebühren würde, rollt dann vor dem Rathaus eine Kutsche vor. Galant entsteigt Seine Majestät Axel der I. dem Gefährt, schreitet unter passenden Klängen die Schützenreihe ab, würdig und erhaben, so als sei er  von Jugendtagen an hierfür erkoren.

Abnahme der Parade durch Majestaet Axel I. - Schuetzenfest Ankum 2016

Koenigskutsche - Festumzug Schuetzenfest Ankum 2016

Hernach dieser königlichen Tat gehen Fahne, Marschierer und Musikanten voran, gleichsam als wollten sie den Weg bahnen für die Kutschen mit den Erhabenen dieser Tage. Durchschreiten wird man das untere Dorf, zurückkehren wird man zum Anfang des Weges und ziehen wird man auf den Brunning, dem Heim der Schützen zu, welches heuer auf einem Festplatz steht. Dort beginnt derweil das nachmittagliche Treiben. Mit althergebrachten Vorderladern zeigen die Schützen ihr Können, finden in dieser Weise den Besten in eigenen Reihen und damit jenen Bruder, den sie zu ihrem neuen König küren werden. Ein jubelndes Getose erhebt sich, wenn vom letzten Schuss gespalten der Rumpf des Adlers, ein zwar hölzernes doch stolzes Getier, aus der Höhe stürzt. Rasch wird der Siegreiche auf Schultern ins Schützenhaus getragen.  Denn es eilt die Zeit, nun den kommenden Hofstaat zu vermelden und die Schar der Erwählten zu versammeln. Da vergehen Stunden, in denen sich das gemeine Volk mit allerlei Tun die Zeit vertreibt. Zur Nacht hin wird unter einem weit reichendem Zeltdach mancher Reigen getanzt, Musikanten aus unseren Landen, die sich diesem Umstand wohl trotzend „The Lucky Ones“ rufen lassen, spielen in den Stunden auf, die bis zur Mitternacht noch vergehen.

In den Minuten dann, in denen ein Tag vergeht und ein neuer Tag kommt, zieht die Fahne der Schützenbrüder ein ins Zelt. Man sammelt sich vor dem murmelnden Volk, der König ist da und der Aspirant. Axel der I. Hüttmann spricht einige Worte, wirft sich dankend auf die Knie vor seiner Königin Sonja und lässt noch einmal zu gebührenden Ehren eine letzte Musik mit lautem Gesang und ein dreifaches Ankumer Horrido erklingen.

Kniefall des Koenigs vor der Koenigin - Schuetzenfest Ankum 2016

Darauf kommt das Unvermeidliche. Die Zeichen der königlichen Würde werden Axel dem I. genommen und dem neuen König zugereicht. Gerd der V. Wöllermann wird nun und im kommenden Schützenjahr das Volk in bester Art regieren. Sich zur Seite wählt er seine Gemahlin Cordula. Dass sich da Jubel erhebt, wenn die neue Majestät seine Königin zum Tanz bittet und sich nach und nach mehr Erhabene zum Reigen gesellen, will nicht wundern.

Ehrentanz - Schuetzenfest Ankum 2016

Auch dass die Fahne bald dem König eng voran aus dem Festzelt zieht, dahinter im Gefolge auch die Ex-Majestät, ist gebräuchliches Getue. Am Ende ist den großen Feierstunden des Ankumer Schützenfestes damit Genüge getan, das Volk tut tanzend den Ausklang.

 

Schützenkönig: Gerd Wöllermann
Königin: Cordula Wöllermann
  
Hofstaat 1 Axel und Anja Fleddermann
Hofstaat 2 Michael und Kathrin Goda
Hofstaat 3 Andreas und Inge Schulte
Hofstaat 4 Konrad und Ulrike Wiese
Hofstaat 5 Rudi und Monika Fissmann
Hofstaat 6 Martin Grofer
  
Krone: Alexander Willen
Kopf: Nils Lohmann
Rechter Flügel: Luka Bremke
Linker Flügel Patrick Bremke
Zepter: Norbert Gramann
Reichsapfel: Ingo Beran
Rechte Kralle: Hendrik Tegenkamp
Linke Kralle: Jan Sandbrink
Schwanz: Marco Brinkmann 

 

 

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Den ersten König gekürt, die erste Nacht befeuert und gefeiert.

Ankums erste Schützenfestnacht

Die erste Ankumer Schützenfestpartynacht kann ihren wahren Beginn erst nach dem Feuerwerk am Himmel über dem Ankumer See nehmen. Bestückt mit Fackeln, die den Schützenzug schon von weither sehen lassen, und begleitet vom Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle zieht der Zug dem Nordufer des Sees entgegen und den zahlreich wartenden Gästen zu. Dort angekommen werden vom Schützenpräsidenten, heuer ist es noch Theo Dückinghaus, und vom Ankumer Bürgermeister Detert Brummer-Bange einige Worte gesprochen. Danach erklingt die Nationalhymne im vielstimmigen Gesang, bevor gleich darauf die ersten Raketen ins Himmelszelt zischen und sich alljährlich ein Feuerzauber entfaltet, der gemäß heutiger Gepflogenheit vielfach mit Handys oder ähnlichen Gerätschaften aufgezeichnet und alsbald im Internet präsentiert wird.

Fackelzug und Feuerwerk in der Schützenfestnacht

Nach dem Feuerwerk und in der dann wieder eingekehrten Ruhe, machen sich die Schützen mit vielen Gäste und mit Musik, die Ruhe damit wiederum störend, auf und zurück zum Festplatz auf dem Brunnig. Diesjährig und nicht erstmals in den letzten Jahren, wartete dort im Festzelt bereits die Musikband „Live Sensation“ aus Vechta, die nunmehr mit ihrem Spiel begann und das bis in die frühen Morgenstunden reichenden Tanzvergnügen, wenn auch glockenfrei so aber doch einläutete.

Ankums neues Klotzkönigspaar: Felix May-Johann mit seiner Königin Lara Kleine

Gewollt zur Minute des Datumwechsels, gut gemessen aber erst wenige Minutentakte später, galt es den am Nachmittag des Sonnabends ermittelten Klotzkönig zu verkünden und zu ehren. Felix May-Johann war es, der da mit seiner Königin Lara Kleine auf dem mit Blattgrün geschmückten Thron Platz nahm. Der Schützenpräsident war es derweil, der die Proklamation vornahm. Das umstehende Schützenvolk umjubelte heftig das eine wie das andere. Mit dem Ehrentanz des königlichen Paars und dem Auszug der stets hoch und in Ehren gehaltenen Fahne des Ankumer Schützenvereins, endete sogleich der erste formelle Akt des soeben angebrochenen Sonntags.  

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