Gemeinderat Ankum am 27. Oktober 2016: Es ist Platz zu machen für neue Ratsmitglieder

Einige Ratsmitglieder hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt, anderen entzogen die Bürger bei der Kommunalwahl am 11. September die Zustimmung. So oder so, der Bürgermeister Detert Brummer-Bange dankte gemeinsam mit dem Verwaltungschef Michael Wübben allen ausscheidenen Ratsfrauen und Ratsherren persönlich, herzlich und gewiss aufrichtig für ihr Engagement und ihre Arbeit für die Gemeinde, für das Dorf und für die Menschen in Ankum. Für alle gab es Blumen und einen Anstecker mit wechselbaren Motiven. Hergestellt wurde das ansteckbare Andenken von der Ankumer Firma Optik/Schmuck/Uhren Berling.

Im Zuschauerraum war derweil nicht immer vernehmlich, mit welchen Worten die Scheidenen ihren Abschied nahmen. Der stellvertretende Verwaltungschef Werner Gramann musste die, im parteipolitisch neutral gehaltenen rosa-orange blühenden Blumen stets vom Flur bis zur gegenüberliegenden Saalseite tragen. Hermann Steffen (UWG) gab aber schmunzelnd bekannt, dass sich seine Frau nun sicherlich freuen werde. Günther Kosmann (CDU) erinnerte sich daran, dass sein Großvater im Jahr 1936, in den Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, den Rat der Gemeinde Ankum als Mitglied der katholischen Zentrum-Partei zwangsweise verlassen musste. Ihm selbst stehe nun aber die Möglichkeit offen, im Rat aus eigenen Stücken den Abschied zu nehmen. Der CDU-Fraktion zugewandt sagte er, dass der Ausspruch von Franz Müntefering (beim SPD-Sonderparteitag im Jahr 2004) “Opposition ist Mist!” falsch sei. Der Opposition käme in der Demokratie eine wichtige Funktion in der Kontrolle der Mehrheitsvertretung zu.
 
Aus der Rat der Gemeinde Ankum scheiden aus: 

Florian Brinkmann (Bündnis90/Grüne)
Klaus Buschermöhle (UWG)
Sascha Dewitrz (CDU)
Frank Gösling (CDU)
Enno Hesse (CDU)
Günther Kosmann (CDU)
Dirk Raming (UWG)
Heinrich Steffen (UWG)
Maren von der Heide (CDU)
Frank Wöllermann (UWG)
 
Der neue Rat bildet sich in einer Ratssitzung am 10. November.
 
Der Bürgermeister nutzte den Abschluss der letzten Sitzung des Gemeinderats in der auslaufenden Wahlperiode, um auch den Zuschauern zugewandt Dank zu sagen. Man habe in den vergangenen Jahre oft in der Sache gestritten um das beste Ergebnis in vielen Entscheidungen. In einer Demokratie gehöre Streit dazu. Doch alle Ratsmitglieder hätten in einer gemeinhin konstruktiven Zusammenarbeit stets das Ziel verfolgt, Ankum voran zu bringen. Den Zuschauern dankte er auch dafür, dass sie den Ratsmitgliedern immer den nötigen Respekt entgegen brachten. Ihm selbst habe die Arbeit als Bürgermeister Ankums viel Freude bereitet.

 

 

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