Gemeinderat Ankum am 03. April 2017: Aus dem Bericht des Bürgermeisters

Die Tagesordnung der ersten Sitzung des Gemeinderates Ankum im Jahr 2017 ließ es großes Publikumsinteresse erwarten, vorbereitet auf das zahlreiche Erscheinen der Bürgerinnen und Bürger war man im Rathaus nicht. So ging den üblichen Regularien und dem Bericht des Bürgermeisters Detert Brummer-Bange zunächst ein zwar lebhaft bemühter, letztlich jedoch nicht hinreichender Stuhltransport voraus. Der Freude des Bürgermeisters am Erscheinen der zahlreichen Gäste tat dieser Mangel keinen Abbruch.

Sporthalle
Doch dann fühlte sich der Ratsvorsitzende “noch immer ein wenig angefressen” in Sachen Sporthallenbau. Nach dem Umzug der hiesigen Grundschule zum Kattenboll steht die bisherige Halle vereinsamt an der Schulstraße, schaut ihrem im September 2017 vorgesehenen Abriss entgegen und verursacht unverändert Betriebskosten, da ihre Kapazitäten für den Vereinssport in Ankum und für jenen der Vereine aus den Nachbargemeinden dringend gebraucht werden. Vor der Kommunalwahl im vergangenen September wurde bekundet, dass der Sportverein Quitt Ankum eine neue Halle am Kattenboll bauen werde, mit 500000 Euro wolle sich die Samtgemeinde an den Kosten beteiligen. Dann sprachen steuerliche Aspekte gegen die Bauherreneigenschaft des Sportvereins, bei einer Realisierung des Projektes durch die Samtgemeinde Bersenbrück wollten sich nun der SV Quitt und die Gemeinde Ankum an den Baukosten beteiligen. Zwischenzeitlich sei, so sagte der Bürgermeister, dann die Gemeinde Eggermühlen mit der Absicht herangetreten, die Sporthalle stattdessen als Erweiterungsbau der dortigen Grundschulturnhalle zu bauen. Gemeinsam mit dem SV Quitt hätte man als Ankumer Gemeinde diesem Vorschlag zustimmen können, falls ein geeignetes Nutzungskonzept vorgelegt worden wäre. Dieses Konzept hätte aufzeigen sollen, dass die Vereine aus Eggermühlen und Kettenkamp bis zum Herbst 2017 den Bedarf an Hallenzeiten in Ankum aufheben. Seitens der Ankumer Bürgervertreter und hier allen voran durch den stellvertretenden Bürgermeister Klaus Menke, seien einige Gespräche geführt worden, um eine Lösung im Sinne der Sportvereine zu erreichen. Mittlerweile wird ein Sporthallenbau in Kettenkamp ebenfalls als Alternative diskutiert und der Rat der Samtgemeinde stellte in jüngster Sitzung eine Beschlussfassung zum Sporthallenbau zurück. Eine Entscheidung wird voraussichtlich erst am 3. Mai getroffen..
Detert Brummer-Bange betonte, dass er den Ärger des SV Quitt Ankum gut verstehen könne, zumal sich der Verein mit “einigen tausend Euro” an den fortlaufenden Kosten zum Betriebserhalt der bisherigen Halle beteiligte.
Dass man den ehrenamtlich aktiven Vorstand des Sportvereins in dieser Angelegenheit nicht zum schuldigen Sündenbock stempeln dürfe, betonte später in der Ratssitzung ebenso der Ratsherr Andreas Hettwer (CDU) und bezog sich hierbei auf derart interpretierbare Presseberichte.

Hallenbad
Auch ein anderes Projekt verursacht in den Reihen der Ankumer Bürgermeister derzeit Kummer. Ankums Hallenbad ist bereits derart marode, dass eine Renovierung kostentechnisch nicht mehr sinnvoll erscheint und ein Neubau als einzig sinnvolle Alternative angesehen wird. Wie längst abgemacht erschien es da, dass Ankum ein neues Hallenbad erhalte. Doch der Bürgermeister der Stadt Bersenbrück Christian Klütsch erachtet es für potentiell zweckdienlich, einen Hallenbadneubau am Freibad in Bersenbrück zu realisieren. Sein Ankumer Amtskollege Brummer-Bange betonte neuerlich, dass ein Neubau in Bersenbrück für ihn nicht hinnehmbar sei. Hierfür gäbe es keine nachvollziehbare Grundlage.

B 214 und Alfhausener Straße
Die Bundesstraße 214 im Verlauf der Gemeinde Ankum soll absehbar erneuert werden. Die Gemeinde Ankum ist am Planungsverfahren mit Vorschlägen oder Empfehlungen beteiligt, aber nicht der Bauherr. Wie der Bürgermeister nun ausführte, sei eine Fußgängerzählung im Bereich der Abzweigung zur Alfhausener Straße durchgeführt worden. Zudem habe eine Verkehrsschau stattgefunden. Angeordnet worden sei danach das Setzen einer Dunkelampel in Höhe des Bahnhofs. Solche sei nunmehr auch im Bereich Dr. Terhalle-Straße vorgesehen, hier wäre bislang ein Zebrastreifen als Querungshilfe vorgesehen worden. Bis zum Jahresende soll eine Umsetzung beider Maßnahmen durch die Landesbehörde erfolgen.

Bedarf an Wohnbauland
Wie der Bürgermeister weiterhin mitteilte, lassen Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2030 ein Ansteigen der Einwohnerzahl in der Gemeinde Ankum in der Größenordnung von etwa 1000 erwarten. In diesem Zusammenhang sei ein Wohnbaulandbedarfsplan erstellt worden. Rund 40 Hektar Baufläche dürfen demnach erforderlich werden. In die Planungen einbezogen worden seien auch die Möglichkeiten zur Ausnutzung vereinzelter unbebauter Flächen sowie eine weitere Innenverdichtung.

Dank an das Ankumer Zeltlagerteam
Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an das Ankumer Zeltlagerteam, welches kürzlich tatkräftig beim Frühjahrsputz auf dem Jugendzeltplatz half.

Kindergartensituation
Ankum baut derzeit zwar an der Schulstraße einen dritten Kindergarten, eilt dem Bedarf an KiTa-Plätzen damit aber hinterher. Gemäß der im vergangenen Herbst erfolgten Anmeldungen konnten 80 Ankumer Elternpaare keinen Kindergartenplatz für ihre Kinder erhalten. Für diese Kinder habe man alternative Plätze in Eggermühlen und Kettenkamp angeboten und auch einen Fahrdienst zugesagt. Genutzt worden sei dieses Angebot jedoch nur von 22 Familien, wie der Bürgermeister kurz notierte.

 

 

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