500 Jahre Reformation: August-Benninghaus-Schule gedenkt mit ökumenischem Gottesdienst

In der katholischen St.-Nikolauskirche wurde gemeinsam an die Reformation und die Folgen gedacht

Schon im Frühling dieses Jahres war klar, dass auch die August-Benninghaus-Schule mit einem Gottesdienst an den 500. Jahrestag der Reformation erinnern wollte. Sollte dies jedoch mit einem ausnahmsweise einmal rein evangelischen Gottesdienst geschehen, wo doch sonst alle Gottesdienste und religiösen Atempausen der Ankumer Oberschule immer ökumenisch gefeiert werden? Der Fachbereich Religion entschied sich für einen ökumenischen Gottesdienst für die gesamte Schulgemeinschaft, denn schließlich betreffen die Reformation und ihre Folgen nicht nur die evangelischen und freikirchlichen Schüler. Dank des großzügigen Entgegenkommens von Pastor Stolte konnte die ökumenische Gedenkveranstaltung am Freitagmorgen vor dem langen Wochenende in der Ankumer Kirche stattfinden.

 

In der Begrüßung betonte Schulleiterin Gabriele Balgenort die Besonderheit des Jubiläums: „So etwas erleben wir alle kein zweites Mal.“ Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a begannen den Gottesdienst dann mit Fragen und Aufträgen an die Schulgemeinschaft: Warum schon wieder ein großer Gottesdienst? Wer von ihnen ist denn eigentlich evangelisch, wer katholisch und warum? Im Anschluss an die kurze Aufklärung mit Hilfe von Plakaten spielten Schülerinnen und Schüler aus Klasse 7a zwei Szenen vor, in denen Menschen vor 500 Jahren Ablassprediger Tetzel Geld gaben, um ihre eigene Seele, aber auch die von lieben Verwandten vor dem Fegefeuer zu retten. Schließlich kam Martin Luther dazu und verurteilte das Geschehen und stellte klar, dass Gottes Gnade nicht zu erkaufen ist.

 

Nach der Predigt von Pastorin von Clausewitz über die Reformationsgründe und das Handeln von Martin Luther gingen die Fünftklässler noch auf die Folgen der Reformation ein, neben der Kirchenspaltung vor allem viel Leid durch Kriege um Glauben und Macht. Am Ende baten sie alle Schülerinnen und Schüler, kleine Türen – symbolisch für die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg - mit ihren eigenen Thesen oder Wünschen zu beschriften.

Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von der Klasse 8d, die als Chor unter der Leitung von Frau Zurborg den Gesang der Schulgemeinschaft bereicherte. Den Schlusssegen sprachen Pastor Stolte und Pastorin von Clausewitz gemeinsam.

Alle Thesen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler hängen jetzt in der August-Benninghaus-Schule zum Nachlesen aus: Fast die Hälfte wünscht sich vor allem Frieden und keine Kriege, keine Armut in der Welt, ein freundliches Miteinander, Respekt und Toleranz. Viele äußern den Wunsch nach Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und weniger Umweltverschmutzung. Andere haben gute Wünsche für ihre Freundschaften und Familien. Eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern wünscht sich weniger Unterricht, dafür mehr Pausen sowie die freie Nutzung von Handys in der Schule. Nicht zu vergessen: Zwei wünschen sich ein Einhorn… ;)

 

 

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Mitteilung der August-Benninghaus-Schule
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