Sprache lernen in vielen Facetten

14 Kitas nehmen in zweiter Förderwelle vom Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ teil

Arbeitskreis mit den „Sprach-Kitas“: Anregungen für die Einrichtungen gibt Fachberaterin Hanna Prinzler den Fachkräften mit.
Arbeitskreis mit den „Sprach-Kitas“: Anregungen für die Einrichtungen gibt Fachberaterin Hanna Prinzler den Fachkräften mit.

 

An einer Stellwand hängt eine große Zeichnung, die einen Baum mit Wurzeln, Stamm und Krone zeigt. Die Sonne ist ebenfalls zu sehen. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe ordnen Karten mit Stichwörtern wie Lebensumwelt, Grob- und Feinmotorik oder Gesellschaft der passenden Position auf dem Bild zu und heften sie an. Schließlich fasst Hanna Prinzler die Ergebnisse zusammen: „Anhand des Sprachbaums nach Wendtlandt wird deutlich, wie breit das Thema ‚Sprache lernen‘ gefächert ist und wie viele Bereiche mit in die Sprachentwicklung einfließen. Diese Darstellung finde ich sehr anschaulich, so dass sie auch gut für die Arbeit in der Kindertagesstätte eingesetzt werden kann.“ Die Sozialpädagogin ist als Fachberatung im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ tätig und begleitet für die Volkshochschule Osnabrücker Land (vhs) einen Verbund von 14 Kindertagesstätten aus dem Landkreis Osnabrück, die im Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ mitarbeiten.

Voneinander lernen: Der Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Sprach-Kitas“ ist wichtig.
Voneinander lernen: Der Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der „Sprach-Kitas“ ist wichtig.

 

Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ ausgeweitet

In einer zweiten Förderwelle hat das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Anfang 2017 weitere Kindertageseinrichtungen in das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ aufgenommen, die bis Ende 2020 finanziell gefördert werden. Die teilnehmenden Kitas haben je eine halbe Fachkraftstelle für Sprachförderung geschaffen, die sich um die Themen alltagsintegrierte Sprachbildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien kümmert. Außerdem unterstützt die Kraft die Kitas bei der Qualitätsentwicklung und -sicherung. „Die Kindertagesstätten bilden einen Verbund und arbeiten zusammen“, erklärt Prinzler, die als Fachberatung für diesen Verbund bei der Koordinierungsstelle Sprachbildung und Sprachförderung der vhs Osnabrücker Land angesiedelt ist und regelmäßig zu Arbeitskreisen und Workshops einlädt.

Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist: 14 Kitas aus dem Landkreis Osnabrück sind in die zweiten Förderwelle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ aufgenommen worden. Regelmäßig treffen sich die Fachkräfte für Sprache und die Leitungen der Kitas zu Arbeitskreisen, zu denen Fachberatung Hanna Prinzler (vorne, 2. von rechts) einlädt.
Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist: 14 Kitas aus dem Landkreis Osnabrück sind in die zweiten Förderwelle des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ aufgenommen worden. Regelmäßig treffen sich die Fachkräfte für Sprache und die Leitungen der Kitas zu Arbeitskreisen, zu denen Fachberatung Hanna Prinzler (vorne, 2. von rechts) einlädt.

 

„Spracherwerb aller Kinder anregen“

Inhaltlich stehe derzeit das Thema alltagsintegrierte Sprachbildung im Fokus, berichtet Prinzler. Mit diesem Konzept solle „der Alltag in einer Kita in seiner Gesamtheit darauf ausgerichtet werden, den Spracherwerb aller Kinder anzuregen und zu fördern. So erhöhen wir die Chancen eines jeden Kindes auf einen erfolgreichen Bildungsweg“, sagt sie. „Wir erhoffen uns, als ‚Sprach-Kita‘ mehr Gesamtwissen über das wichtige Thema Sprache zu bekommen, damit wir die unterschiedlichen Sprachen in unserer Kita bewusster leben und erleben können“, schildert Silvia Lohmann, Leiterin der Kita St. Ansgar in Dissen, die Motivation, am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ teilzunehmen. Bei Workshops der Fachkräfte für Sprache tauschen sich die Pädagoginnen und Pädagogen aus und „berichten von erfolgreichen Ideen, die dann auch in anderen Einrichtungen realisiert werden können“, erklärt Hanna Prinzler von den ersten Schritten der Arbeit. Wichtig sei auch, dass die zusätzlichen Fachkräfte als Multiplikatoren ihr Wissen an die Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen weitergeben. „Dafür dienen z.B. Modelle wie der Sprachbaum nach Wendtlandt, den wir im Arbeitskreis noch einmal genau in den Blick genommen haben“, ergänzt Prinzler.

 

 

 

Quelle

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Mitteilung Landkreis Osnabrück, zugegangen per eMail über den Presseverteiler

 

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 Bilder vhs Osnabrücker Land/ Maren Bergmann